Karl Marx / Friedrich Engels Papers

INHALT

Einführung

Abkürzungsverzeichnis
A. Manuskripte von KARL MARX (A 1-115)
B. Exzerpte von Karl Marx (B 1-168)
C. Briefe von Karl Marx (C 1-859)
D. Briefe an Karl Marx (D 1-4667)
E. Marx-Dokumente (E 1-92)
F. Manuskript, Korrespondenz und Dokumente von Jenny Marx(-von Westphalen) (F 1-139)
G. Manuskripte, Korrespondenz und Dokumente von
- Eleanor Marx(-Aveling) (G 1-188)
- Jenny Marx(-Longuet) (G 189-274)
- Laura Marx(-Lafargue) (G 275-349)
- Familie Marx/von Westphalen (G 350-366)

H. Manuskripte von FRIEDRICH ENGELS (H 1-170)
J. Exzerpte von Friedrich Engels (J 1-66)
K. Briefe von Friedrich Engels (K 1-1747)
L. Briefe an Friedrich Engels (L 1-6486)

M. Engels-Dokumente (M 1-55)
N. Zeitungs- und Zeitschriftenartikel von Marx und Engels (N 1-192)
O. Dossiers
- Acta über Communismus (O 1-13)
- Kommunisten-Bund , 1848-1852 (O 14-32)
- Deutsches Flüchtlings-Komitee , 1849-1850 (O 33-43)
- Herausgabe Neue Rheinische Zeitung. Politisch-ökonomische Revue , 1850 (O 44-67)
- Vogt iana, 1853-1864 (O 68-78)
- Marx-Engels Nachlaß, 1894-1924 (O 79-95)
P. Zeitungsausschnitte (P 1-25)
Q. Manuskripte von Dritten (Q 1-41)
R. Briefe von Dritten an Dritte (R 1-139)
S. Drucksachen (S 1-68)

Einführung

Das vorliegende "Inventar des Marx-Engels-Nachlasses" ist Teilresultat eines umfangreichen Ordnungs-, Verzeichnungs- und Dokumentationsvorhabens, welches das IISG in den Jahren 1959-1965 durchführte und das von der Ford-Foundation in der Absicht finanziert wurde, "to strengthen its [the institute's] contribution to the scholarly study of the origins and development of Socialism, Marxism and of the Communist movement". Von der Fördersumme von $ 345.000, die für den Zeitraum von etwa fünf Jahren bewilligt wurde, waren zwei Drittel für die Ordnung und Verzeichnung der Bibliothek- und Archivbestände bestimmt. Der Restbetrag sollte für Vervollständigung der Dokumentation über Marx und Engels verwendet werden; das Ziel ist im ersten Jahresbericht des IISG an die Ford-Foundation wie folgt umschrieben:
"The aim of these activities is, to bring together in the Institute as much as possible the literary inheritance of Marx and Engels and to make it easily accessible for students by inventorying and by solving the problems of identification and dating. In view of the influence, which the ideas of Marx and Engels still exert, the desirability needs hardly to be stressed, that these documents be available as completely and easily as possible."

In concreto bedeutete das folgendes Arbeitsprogramm: (1) Erfassung der Original-Bestände des IISG und deren Verfilmung,
(2) Ermittlung von einschlägiger handschriftlicher Überlieferung an anderen Standorten sowie der gedruckt überlieferten Texte,
(3) Erwerb von Originalen oder Kopien dieser Unterlagen und schließlich
(4) Integration von Fotokopien des eigenen Bestandes und der Neuerwerbungen zu einer möglichst vollständigen einheitlichen Dokumentation des "literarischen Nachlasses" von Marx und Engels.

Dieser, hier verzeichnete Dokumentationsbestand ist im archivarischen Sinne "angereicherter Nachlaß".(1)
Den Kern bildet der archivarische Nachlaß, d.h. der Marx-Engels-Nachlaß im engeren Sinne, den das IISG 1938 mit den historischen Sammlungen des früheren Archivs der sozialdemokratischen Partei erworben hat.(2) Einzelne Manuskripte, Briefwechsel und Einzelbriefe von Marx bzw. Engels und sie betreffende Dokumente stammen aus anderen Nachlässen des SPD-Archivs und aus dessen nach Art der Handschriftensammlungen deutscher Universitäten ohne Rücksicht auf die Provenienz alphabetisch nach Autoren organisierter Briefsammlung(3) oder wurden vom IISG mit anderen Nachlässen bzw. einzeln erworben.(4)
Der durch Originaldokumente des IISG angereicherte Marx-Engels-Nachlaß wurde im Rahmen des Dokumentationsprogramm durch Kopien von Dokumenten unterschiedlicher Provenienz ergänzt. Einige charakteristische Gruppen werden als Beispiel und ohne Anspruch auf Vollständigkeit genannt: Echte Nachlaßbestandteile mit abweichender Überlieferung sind Manuskripte, Exzerpte und Briefwechsel von Marx aus der Pariser Familientradition Lafargue-Longuet (Bibliotheque marxiste, Paris) und Familienbriefwechsel und Dokumente von Engels aus Familienbesitz. Größere Briefbestände von Marx bzw. Engels stammen beispielsweise aus Nachlässen bzw. Legaten von Adressaten wie Nikolaj F. Daniel'son (British Museum, London), Ferdinand Freiligrath (Stadt- und Landesbibliothek Dortmund) und Friedrich A. Sorge (New York Public Library). Kopien von Einzelbriefen bzw. kleinen Briefgruppen wurden aus ganz unterschiedlichen Archiven und Sammlungen wie dem Archiv der Grafen Hatzfeld (Briefe an Sophie von Hatzfeld ), dem Historischen Archiv der Stadt Köln (Briefe und Dokumente zur Rheinischen Zeitung ), dem Musée de Montreuil (Briefe an Etienne Cabet , bzw. Maurice Lachâtre ) erworben. Ausgewählte, Marx und Engels betreffende Dokumente wurden in staatlichen Archiven u.a. in Amsterdam (Gemeentearchief), Düsseldorf (Hauptstaatsarchiv) und Paris (Archives nationales, Préfecture de Police) kopiert.
Dieses Programm des IISG ähnelte der Sammeltätigkeit, die das Marx-Engels-Institut in Moskau auf dem gleichen Terrain über längere Zeit und unter günstigeren Bedingungen, weil zeitlich früher und vor den einschneidenden Überlieferungsstörungen durch Faschismus, Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg, in den 1920er Jahren durchgeführt hatte.(5) Das IISG konnte 1963 mit dessen Nachfolger, dem Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der KPdSU (IML), einen Austausch der Briefbestände vereinbaren, durch den in diesem Teilbereich der Moskauer Bestand, der für die "westliche" Forschung ansonsten bis in die späten 1980er Jahre nur ausnahmsweise und umständlich zugänglich blieb, in die Dokumentation einbezogen wurde: Obwohl aus "tauschökonomischen" Gründen bei Briefen, die bereits in der Originalsprache veröffentlicht waren, auf den Erwerb von Kopien verzichtet wurde, kommt die Dokumentation im Bereich des Briefwechsels der angestrebten Vollständigkeit bei der Erfassung der Überlieferung sehr nahe. Andere Teile der Dokumentation nähern sich diesem Ziel in sehr unterschiedlichem Maße an; wo darüber allgemeinere Aussagen möglich sind, werden diese unten bei der Erläuterung der Gliederung und in kurzen Vorbemerkungen zu den Teilen des Inventars mitgeteilt.

Die Arbeiten an der Marx-Engels-Dokumentation des IISG wurden nach der Verausgabung der restlichen Fördermittel Ende 1965 beendet und das Arbeitsresultat mit diesem Inventar zugänglich gemacht. Der gesamte Dokumentationsbestand wird traditionell und der Einfachheit halber als "Marx-Engels-Nachlaß" bezeichnet und ist entsprechend zu zitieren. Er wird in der Form von Fotokopien für die Benutzung zur Verfügung gestellt; letzteres gilt aus Gründen der Konservierung auch für die im Besitz des IISG befindlichen Originaldokumente.

Das Inventar verzeichnet in zwei Bänden zunächst jeweils für Marx (Band I, Teile A-E) und Engels (Band II, Teile H-M) Manuskripte, Exzerpte, Briefe von Marx bzw. Engels, die an sie gerichteten Briefe sowie schließlich Dokumente zur Biographie in dieser Reihenfolg.
Band I enthält zusätzlich ein Manuskript, Briefwechsel und Dokumente zur Biographie von Jenny Marx-von Westphalen (Teil F) sowie Unterlagen der Töchter Eleanor, Jenny und Laura (Teil G);
Band II verzeichnet auch Zeitungs- und Zeitschriftenartikel beider Autoren (Teil N), thematische Dossiers (Teil O) und Unterlagen, die weder Marx noch Engels ausschließlich zuzuordnen sind, nämlich Zeitungsausschnitte und Ausschnittsammlungen (Teil P), Manuskripte dritter Personen (Teil Q) und Briefe "Dritter an Dritte", also Briefe, die weder an Engels, Marx oder Familienmitglieder von Marx gerichtet sind (Teil R), sowie die mit dem Nachlaß überlieferten Drucksachen (Teil S).

-Teile A / B und H / J (Manuskripte und Exzerpte)-

Der größere Teil der Manuskripte und Exzerpte von Marx und Engels sind mit dem archivarischen Nachlaß überliefert und gehören zum Originalbestand im IISG. Allerdings waren erhebliche Verluste bei den ökonomischen Manuskripten von Marx schon 1933 in Kopenhagen festgestellt worden;(6) die fehlenden Manuskripte wurden seit dem Erscheinen der Grundrisse und der Theorien über den Mehrwert (7) in Moskau vermutet. In Verhandlungen mit dem dortigen IML, die seit 1957 den Austausch von 1964 vorbereiteten, bemühte sich das IISG wiederholt und vergeblich um Einbeziehung der Manuskripte und Exzerpte. Erfassung und Verzeichnung der Manuskripte und Exzerpte ist dieser Ausgangslage, nach der Vollständigkeit in diesen Teilbereichen nicht zu erreichen war, angepaßt.

-Teile C und K (Briefausgänge)-

Briefe von Marx und Engels an Dritte sind im archivarischen Nachlaß in der Regel nur als Konzept oder Abschrift überliefert. Hier fallen die Anreicherungen aus anderen Nachlässen und aus der Handschriftensammlung des SPD-Archivs besonders stark in's Gewicht: Die ganz überwiegende Mehrzahl der Originalbriefe von Marx und Engels im IISG stammen aus dieser Quelle; selbst die Briefe von Engels an Kautsky waren 1925, lange vor dem Erwerb des Nachlasses durch das IISG, in Berlin deponiert worden. Der Bestand ist durch Kopien von Briefen ergänzt, die an anderer Stelle überliefert sind; die wichtigsten Ergänzungen wurden bereits genannt. Verhältnismäßig zahlreiche Briefe von Marx und Engels sind nur auf Grund einer Veröffentlichung in die Dokumentation aufgenommen; in diesen Fällen liegen dort keine Kopien der Handschrift vor.

-Teile D und L (Briefeingänge)-

Obwohl sich die überlieferten Briefe an Marx und Engels von 1883 bis 1895 im Besitz von Engels befanden, gehört heute nur noch ein Teil der Originalhandschriften zum archivarischen Nachlaß im IISG. Die Überlieferung der Briefeingänge ist für die komplizierte Geschichte des Nachlasses nach dem Tode von Engels exemplarisch; mindestens folgende Faktoren haben die Überlieferung beeinflußt:
Eine eindeutige testamentarische Verfügung führte dazu, daß der Briefwechsel zwischen Marx und Engels mit dem Nachlaß des Letzteren in verhältnismäßig ungestörter Überlieferung über Bernstein und Bebel an das Archiv der SPD und von dort in's IISG gelangt; gleiches gilt für die an Engels gerichteten Briefe Dritter;
Über die Briefe Dritter an Marx verfügte Engels dagegen nicht eindeutig. Ein Teil kommt mit dem Nachlaß von Engels an das SPD-Archiv, ein anderer Teil gelangt erst über die Marx-Töchter Eleanor und Laura und nur teilweise dorthin, beide Teile gehören heute zum archivarischen Nachlaß im IISG. Ein erheblicher Rest der Briefe an Marx bildet mit andern Unterlagen aus dem Nachlaß von Marx die Pariser Familientradition Lafargue-Longuet, er bleibt bis in die 1950er Jahre im Familienbesitz Longuet und gelangt dann nach und nach in den Besitz des Moskauer Instituts, des heutigen Rossiskij Gosudarstvennyj Archiv Social'no-Političeskoj Istorii (RGASPI);
Engels und nach ihm Bebel und Bernstein folgen dem Brauch der Zeit und geben Familienmitgliedern und Freunden deren Briefe zurück. Von diesen Rückgaben gelangen später beispielsweise die Briefe von Bebel und Kautsky an das SPD-Archiv bzw. nach Amsterdam und die Briefe von Laura und Paul Lafargue nach Moskau;
Schon Engels und später Bernstein, Bebel, Laura Lafargue und das SPD-Archiv haben Teile des Nachlasses und auch Briefe an Bearbeiter von Editionsvorhaben ausgeliehen. Beispiele sind Karl Kautsky ( Theorien über den Mehrwert ), Franz Mehring ( Aus dem literarischen Nachlaß ) und David Rjazanov (das nie veröffentlichte "Urkundenbuch der Internationale"), der Umfang der Ausleihe und die Rückgabe sind selten zuverlässig belegt. Nur ausnahmsweise läßt sich der Weg solcher Briefe so einfach rekonstruieren, wie derjenige der Briefe von Johann Baptist von Schweitzer an Marx: Franz Mehring erhielt sie - mit einer Ausnahme - von Laura Lafargue und veröffentlichte sie nach deren Tode;(8) die Originale befinden sich heute in Moskau (D 4019-4024, 4026-4034). Einen Brief hatte Marx schon 1865 an Engels weitergegeben; er blieb Mehring offensichtlich unbekannt, und das Original befindet sich im IISG (D 4025).

-Teile E und M (Biographische Dokumente)-

Die mit dem archivarischen Nachlaß überlieferten Originaldokumente im IISG und Kopien von direkt auf Marx bzw. Engels bezüglichen Dokumenten aus verschiedenen, insbesondere staatlichen Archiven sind chronologisch verzeichnet. Erwähnenswert sind in Teil E das Marx betreffende Dossier der Sureté Publique, Brüssel, über die Jahre 1845-1857 und in Teil M Berichte der Pariser Polizeipräfektur über Engels aus den Jahren 1873-1887.

-Teile F und G (Papiere der Familie Marx)-

Den Kern der hier verzeichneten Papiere bilden zwei mit dem archivarischen Nachlaß überlieferte Teilbestände: Eine Anzahl an Jenny Marx-von Westphalen gerichteter Briefe, biographische Dokumente aus ihrem Besitz sowie eine Reihe älterer Dokumente und Briefe aus dem Besitz der Familien Marx und von Westphalen (früher zusammen als "Archiv Jenny Marx" bezeichnet) einerseits, andererseits ein Dossier mit Kondolenzschreiben an Eleanor Marx zum Tode des Vaters, das auch einige Kondolenzen zum Tode von Friedrich Engels und sehr wenige andere Briefe an Eleanor Marx-Aveling enthält (früher sog. "Archiv Eleanor Marx"). Diese sind mit Originaldokumenten aus anderen Beständen des IISG angereichert und durch Kopien ergänzt, die ganz überwiegend aus der Pariser Familientradition stammen.
Die Verzeichnung folgt dem formalen Gliederungsschema dieses Inventars: Teil F verzeichnet ein Manuskript, Briefe von und Briefe an Jenny Marx-von Westphalen sowie biographische Dokumente, Teil G nach dem gleichen Schema Unterlagen ihrer Töchter Eleanor, Jenny und Laura sowie die vorher Jenny Marx-von Westphalen zugeordneten älteren Familiendokumente.

-Teil N (Zeitungs- und Zeitschriftenartikel)-

Die unselbständigen Veröffentlichungen von Marx und Engels in Zeitungen, Zeitschriften und Sammelbänden zu deren Lebzeiten sind auf dem Stand von 1963 und alphabetisch nach Titeln des Fundortes verzeichnet. Ein erheblicher Teil der fraglichen Titel und damit die meisten verzeichneten Artikel sind als Original, Nachdruck oder Mikrofilm in der Bibliothek des IISG vorhanden; bei diesen Titeln nennt das Verzeichnis jetzt zusätzlich die Bibliothekssignatur, eine Autopsie der Artikel fand allerdings nicht statt. Fehlten die Periodika in der Sammlung des IISG, wurden wo möglich Kopien der Originalveröffentlichung erworben und in die Dokumentation aufgenommen; zu Beginn von Teil N und bei den jeweiligen Titeln wird darauf hingewiesen. In den übrigen Fällen, in denen entweder der Standort nicht ermittelt oder keine Kopie erworben werden konnte, dient der Eintrag unter N als bibliographischer Nachweis.

-Teile O - S (Dossiers, Zeitungsausschnitte, Manuskripte und Briefe Dritter, Drucksachen)-

Diese Teile enthalten, mit wenigen Ausnahmen, Unterlagen, die mit dem archivarischen Nachlaß überliefert sind. Ganz generell sind für diese Unterlagen formale und sachliche Bezüge zu anderen Nachlaßteilen oder auf die Biographie der Nachlasser zu vermuten: Sie können beispielsweise als Beilage zur Korrespondenz, als Bestandteil thematischer Sammlung oder als bedeutungsvolles Einzelstück an Marx bzw. Engels gelangt und von ihnen aufbewahrt worden sein. Sachlich-biographische Bezüge sind evident bei den Dossiers (Teil O), deren Anlage mit einer Ausnahme auf Marx bzw. die Engels-Exekutoren zurückgeht.
Das Verzeichnis hält durchgängig nur die formale, durch die Überlieferung konstituierte Zugehörigkeit zum Nachlaß fest. Bei den Arbeiten an der Dokumentation wurden bei der Einzelverzeichnung dieser Dokumente offensichtliche oder vermutete formale und sachliche Bezüge in der Arbeitskartei festgehalten, aber nur bei einigen Briefen Dritter an Dritte (Teil R) in das Verzeichnis übernommen. Zur Klärung von Einzelfragen zu den Manuskripten und Briefen Dritter, sowie zu den Drucksachen des Nachlasses (Teile Q, R, S) wird darum die Einsichtnahme in die Arbeitskartei empfohlen (für die Zeitungsausschnitte existiert in der Arbeitskartei keine Einzelverzeichnung).

-Hilfsmittel-

Der Zugang zum Dokumentationsbestand "Marx-Engels-Nachlaß" erfolgt über dieses Inventar.
Für die Benutzung im IISG stehen auf Nachfrage zusätzlich die folgenden Hilfsmittel zur Verfügung:
In der Arbeitskartei der Marx-Engels-Dokumentation sind für die im Inventar verzeichneten Archivalien zusätzlich die Daten der Einzelbriefe, der Charakter der in die Dokumentation aufgenommenen Vorlage (Original / Fotokopie / Druck), der Aufbewahrungsort des Originals (oder der damals vermutete Ort!), ggf. der Publikationsort und evtl. zusätzliche Informationen zu Datierung, Zuschreibung, Inhalt und Überlieferung festgehalten.
Auf der ersten Erfassung des Nachlasses im IISG, die Werner Blumenberg schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg (1951-1953) vornahm, basiert das alte Inventar des Marx-Engels-Nachlasses; es gibt keinen Zugang zu den Archivalien, erlaubt aber einen Gesamtüberblick über den archivarischen Nachlaß im IISG und die Anreicherungen mit Originalhandschriften aus anderen Beständen.
Einen Überblick über einschlägige Bestände des heutigen RGASPI erlauben schließlich die Moskauer Verzeichnisse Fond 1, Opis/Verzeichnis 1 (Marx-Engels-Dokumente [d.h. Handschriften und Briefe von Marx und Engels]), 1833-1873, und Opis/Verzeichnis 5 (Briefe an Marx und Engels), 1835-1895, und erlauben es heute, die in der Arbeitskartei festgehaltenen Vermutungen von 1965 über Moskauer Originalhandschriften zu überprüfen.

-Anmerkungen-

(1) Wolfgang A. MOMMSEN, Die Nachlässe in den deutschen Archiven , Boppard 1979, Bd. 1, S. XIX-XXI.

(2) Vgl. dazu in der Retrospektive der Vertragspartner von 1938 Paul MAYER, "Die Geschichte des sozialdemokratischen Parteiarchivs und die Geschichte des Marx-Engels-Nachlasses", Archiv für Sozialgeschichte , Bd. 6/7 (1966/67), S. 5-198, und Maria HUNINK, De Papieren van de Revolutie. Het Internationaal Instituut voor Sociale Geschiedenis 1935-1947 , Amsterdam 1986; die Moskauer Optik jetzt bei Rolf HECKER, "Die Verhandlungen über den Marx-Engels-Nachlaß. Bisher unbekannte Dokumente aus Moskauer Archiven", MEGA-Studien , 1995/2, S. 3-25. Zur ersten Orientierung über die Nachlaßüberlieferung mit Literatur und handlichem Schema Rolf HECKER, "Die Entstehungs-, Überlieferungs- und Editionsgeschichte der ökonomischen Manuskripte und des ‚Kapital'", in: Elmar Altvater, Rolf Hecker u.a., Kapital.doc. Das Kapital (Bd.1) von Marx in Schaubildern mit Kommentaren , Münster 1999, S. 221-242, hier S. 231-234.

(3) Zum Beispiel: Nachlässe, bzw. Korrespondenzen mit August Bebel, Johann Philipp Becker, Eduard Bernstein, Wilhelm Bracke, Hermann Jung, Ludwig Kugelmann, Hermann Schlüter und Joseph Weydemeyer.

(4) Zum Beispiel die Nachlässe Jules Guesde, Karl Kautsky und Wilhelm Liebknecht sowie die Briefe von Marx an die niederländischen Verwandten Philips.

(5) Vgl. Franz SCHILLER, "Das Marx-Engels-Institut in Moskau", Archiv für die Geschichte des Sozialismus und der Arbeiterbewegung , Jg. 15 (1930), S. 416-435, hier S. 426-428.

(6) Karl Raloff an Siegmund Crummenerl (Sopade), 25. November 1933, IISG, Dossier zur Geschichte des M-E-Nachlasses usw., und Paul MAYER (1966), S. 86-89, 168-184 (Liste I).

(7) Karl Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie (Rohentwurf) [...], 2 Bde, Moskau 1939-1941 (Nachdruck in einem Band, Berlin 1953); Karl Marx, Theorien über den Mehrwert (Vierter Band des Kapital), 3 Tle., Berlin 1956-1962 (russisch, Moskau 1954-1962); die Vermutung dann bestätigt durch Mitteilungen über den Standort der Originalhandschriften in MEGA 2, Bd. II/1 (Manuskripte 1857/58) und Bd. II/3 (Manuskript 1861-1863).

(8) Franz MEHRING (Hg.), Politische Aufsätze und Reden von J.B. von Schweitzer . Mit Einleitung und Anmerkungen... (Sozialistische Neudrucke 5), Berlin 1912, S. 25 und passim.

Zugänglichkeit

Der Marx-Engels-Nachlaß ist frei zugänglich, soweit dadurch die Belange der historisch-kritischen Gesamtausgabe, an der das IISG mitwirkt, nicht beeinträchtigt werden. Für die Veröffentlichung von Zitaten von einer Länge von mehr als sechs Druckzeilen im Zusammenhang und für die Veröffentlichung ganzer Dokumente ist eine ausdrückliche Genehmigung erforderlich. Diese Genehmigung wird in der Regel erteilt, wenn der Bearbeiter des MEGA-Bandes, für den das fragliche Dokument vorgesehen ist, schriftlich zustimmt.

Für den aktuellen Stand der Planung und Bearbeitung der Gesamtausgabe siehe www.bbaw.de/forschung/mega/abt1 usw.; nähere Informationen und die Anschriften der Bearbeiter sind beim Sekretär der Internationalen Marx-Engels-Stiftung, Prof. Dr. Manfred Neuhaus, Jägerstr. 22/23, D 10117 Berlin neuhaus@bbaw.de zu erfragen.

Werkausgaben, Brief- und Einzeleditionen

-Werkausgaben-

MEGA 1:
Karl Marx, Friedrich Engels, Historisch-kritische Gesamtausgabe . Im Auftrage des Marx-Engels-Instituts hrsg. von D. Rjazanov bzw. V. Adoratskij (Erste Abteilung: Sämtliche Werke und Schriften mit Ausnahme des "Kapital" , Bd. 1-7; Dritte Abteilung: Briefwechsel , Bd. 1-4), Frankfurt/M. bzw. Berlin 1927-1932, Moskau 1935.

MEGA 2:
Karl Marx, Friedrich Engels, Gesamtausgabe (MEGA) (Erste Abteilung: Werke, Artikel Entwürfe ; Zweite Abteilung: " Das Kapital" und Vorarbeiten ; Dritte Abteilung: Briefwechsel ; Vierte Abteilung: Exzerpte, Notizen, Marginalien ), [seit 1991] hrsg. von der Internationalen Marx-Engels-Stiftung, Berlin 1975ff. (vgl. auch www.iisg.nl/~imes/index.html)

MEW:
Karl Marx, Friedrich Engels, Werke , 40 Bde, 2 Erg.-Bde, Sachreg., Berlin 1957-1989.

Archiv K. Marksa i F. Engel'sa , 6 Bde, Moskva 1924-1930.
Archiv Marksa i Engel'sa , 16 Bde, Moskva 1932-1982.

Sočinenija 1:
K. Marks i F. Engels', Sočinenija , 29 Bde, Moskva, Leningrad 1928-1948.

Sočinenija 2:
K. Marks i F. Engels', Sočinenija . Izd. 2, 50 (= 54) Bde, Moskva 1955-1981.

-Brief- und Einzeleditionen:-

ADLER 1922:
Victor Adler und Friedrich Engels (Victor Adlers Aufsätze, Reden und Briefe . Hrsg. vom Parteivorstand der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Deutsch-Österreichs, H. 1), Wien 1922.

BLUMENBERG 1956:
Werner Blumenberg (Hg.), "Ein unbekanntes Kapitel aus Marx' Leben. Briefe an die holländischen Verwandten", International Review of Social History , Vol. 1 (1956), S. 54-111.

BLUMENBERG (Hg.), Bebel-Engels :
August Bebels Briefwechsel mit Friedrich Engels . Hrsg. von Werner Blumenberg (Quellen und Untersuchungen zur Geschichte der deutschen und österreichischen Arbeiterbewegung, Bd. 6), The Hague 1965.

Bracke-Briefwechsel:
Karl Marx, Friedrich Engels, Briefwechsel mit Wilhelm Bracke (1869-1880) (Bücherei des Marxismus-Leninismus, Bd. 62), Berlin 1963.

Correspondance Lafargue:
Friedrich Engels, Paul et Laura Lafargue, Correspondance . Textes recueillis, annotés et présentés par Émile Bottigelli. Traductions de l'anglais par Paul Meier, 3 Bde, Paris 1956-1959.

Corrispondenza con italiani 1964:
La corrispondenza di Marx e Engels con italiani 1848-1895 . A cura di Giuseppe Del Bo (Istituto Giangiacomo Feltrinelli, Testi e documenti di storia moderna e contemporanea, 11), Milano 1964.

ECKERT (Hg.), Liebknecht-M-E:
Wilhelm Liebknecht, Briefwechsel mit Karl Marx und Friedrich Engels . Hrsg. u. bearb. von Georg Eckert (Quellen und Untersuchungen zur Geschichte der deutschen und österreichischen Arbeiterbewegung, Bd. 5), The Hague, 1963.

Grundrisse: Karl Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie (Rohentwurf) [...], 2 Bde, Moskau 1939-1941; Nachdruck in einem Band, Berlin 1953.

HIRSCH (Hg.), Bernstein-Engels:
Eduard Bernsteins Briefwechsel mit Friedrich Engels . Hrsg. von Helmut Hirsch (Quellen und Untersuchungen zur Geschichte der deutschen und österreichischen Arbeiterbewegung. Neue Folge, Bd. 1), Assen 1970.

KAUTSKY (Hg.), Friedrich Engels' Briefwechsel mit Karl Kautsky. 2. durch die Briefe Karl Kautsky's vervollst. Ausgabe von " Aus der Frühzeit des Marxismus ". Hrsg. u. bearb. von Benedikt Kautsky (Quellen und Untersuchungen zur Geschichte der deutschen und österreichischen Arbeiterbewegung, Bd. 1), Wien, 1955.

KOSZYK, OBERMANN (Hg.), Zeitgenossen:
Zeitgenossen von Marx und Engels. Ausgewählte Briefe aus den Jahren 1844 bis 1852 . Hrsg. u. annotiert von Kurt Koszyk u. Karl Obermann (Quellen und Untersuchungen zur Geschichte der deutschen und österreichischen Arbeiterbewegung. Neue Folge, Bd. 6), Assen, Amsterdam, 1975.

KRADER (Hg.), Notebooks:
The ethnological notebooks of Karl Marx (Studies of Morgan, Phear, Maine, Lubbock). Transcribed and edited, with an introduction by Lawrence Krader (Quellen und Untersuchungen zur Geschichte der deutschen und österreichischen Arbeiterbewegung. Neue Folge, Bd. 3), Assen, 1972.

MALLER 1956:
Sándor Maller (Hg.), "Marx és Szemere", Szazadok (1956), Nr. 4-6, S. 667-708.

MAYER 1922:
Gustav Mayer (Hg.), Der Briefwechsel zwischen Lassalle und Marx nebst Briefen von Friedrich Engels und Jenny Marx [...] (Ferdinand Lassalle, Nachgelassene Briefe und Schriften , Bd. 3), Stuttgart, Berlin 1922.

MEHRING 1912:
Franz Mehring (Hg.), Politische Aufsätze und Reden von J.B. von Schweitzer. Mit Einleitung und Anmerkungen... (Sozialistische Neudrucke 5), Berlin 1912.

Abkürzungverzeichnis

Abschr., abschr. = Abschrift, abschriftlich

Betr., betr. = Betreff, betreffend, betrifft

bibliogr. = bibliographische

Bl. = Blatt, Blätter

d.i. = das ist

dass. = dasselbe

ders. = derselbe

Fragm., fragm. = Fragment(arisch)

franz. = französisch

gedr. = gedruckt

Hrsg., hrsg. = Herausgeber, herausgegeben

Hschr., hschr. = Handschrift(lich)

Ms. = Manuskript(e)

Mschr., mschr. = Maschinenschrift(lich)

Nachschr. = Nachschrift

Pseud. = Pseudonym

undat. = undatiert(e)

unterz. = unterzeichnet

unvollst. = unvollständig

vgl. = vergleiche

zw. = zwischen